Weltwärts

"Weltwärts" - so nennt sich der relativ neue entwicklungspolitische Freiwilligendienst für junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren, die sich als weltoffen beschreiben und für 6-24 Monate in einem Entwicklungsland getreu dem Motto "Lernen von und miteinander" arbeiten möchten. Finanziell getragen wird das Weltwärts-Programm zu 75 % vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie zu 25 % von einer der vielen Entsendeorganisationen, bzw. einem Spendenkreis des Freiwilligen.

 

Drei von vielen Zielen des Freiwilligendienstes:

 

- Engagement für die Eine Welt nachhaltig fördern

- Interkulturellen Austausch und gegenseitige Lernerfahrungen unterstützen

- Verständnis für globale Abhängigkeiten und Wechselwirkungen schaffen

Die Idee und mein Projekt

Schon vor meinem Austauschjahr in Minnesota, USA (2008/09) war ich an anderen Ländern und den dort lebenden Menschen und ihren Kulturen interessiert. Während meines Auslandsjahres ist dieses Interesse weiter gestiegen und zum jetzigen Zeitpunkt faszinieren mich insbesondere internationale Beziehungen und Entwicklungsarbeit. Um am Leben in einem Entwicklungsland einmal teilhaben zu können, bietet das Weltwärts-Programm eine gute Möglichkeit. Weiterhin ermöglicht es dem Freiwilligen, von der Ebene das Tourismus Abstand zu nehmen und sich mit den Menschen vor Ort über verschiedenste Themen austauschen zu können. (siehe "Ziele von Weltwärts")

 

Nach einer schriftlichen Bewerbung im Oktober 2010 und einem anschließenden Auswahlwochenende in Berlin einen Monat später hatte ich sofort die Zusage einer der großen Entsendeorganisationen im Mailpostfach. Ich wurde für ein Weltwärts-Projekt ab Sommer 2011 vorgesehen. Zu Beginn des neuen Jahres erhielt ich den Zugriff auf eine Projektbörse und konnte mich nun direkt für einzelne Projekte und nicht mehr nur für die Organisation als solche bewerben. Insgesamt kamen drei Projekte für mich in die engere Auswahl, eines in Ecuador und zwei in Peru. Nach einem relativ überraschenden weiteren Interview, dieses Mal per Telefon in deutscher und spanischer Sprache, erhielt ich schließlich auch die Zusage für mein zukünftiges Projekt.

 

Nun zu meinem Projekt:

Ich werde mit einer anderen Freiwilligen, Eva, in einer Schule im ländlichen Raum von Comas, einem Vorort nordöstlich Limas, eingesetzt werden. Unsere Aufgabe wird es sein, das Lehrerkollegium dieser Schule innerhalb und außerhalb des Unterrichts zu unterstützen und betreute Angebote zum Thema "Interkulturelle Einbeziehung" sowie Sportmöglichkeiten und Informatikkurse zu schaffen.

Das ist das, was ich bisher aus Projektbeschreibung (die bereits ein Jahr alt ist, somit evt. veraltet) und aus dem Kontakt zu meinen Vorgängern herausfinden konnte. Insgesamt scheint also viel an Evas und meiner Eigeninitiative zu hängen - was wir anbieten können und wollen. Wie sich diese Freiheit letztlich genau ausdrücken wird, wird sich sicherlich zeigen.

Lima von oben
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