Februar 2012

18. Februar 2012

Wenn die eigene Wohnung zur Gefahrenzone deklariert wird

 

Selten schalte ich hier den Fernseher ein. Gestern hätte einer dieser seltenen Momente sein sollen. Der Fernseher funktionierte jedoch nicht (Grund unbekannt). Heute morgen kam kein Wasser aus der Dusche - weder kalt noch warm (Grund unbekannt). Als ich aus dem Haus trat, um Brötchen zu kaufen (die in meiner Stammbrötchentienda ausverkauft waren, was noch nie der Fall war), musste ich unter einer Absperrung direkt vor der Tür durchkrabbeln, die das Gebiet, in dem ich wohne, als Gefahrenzone deklarierte (Grund ebenfalls unbekannt). Später teilte mir Diego mit, sein Freund wäre beleidigt, weil er mich vor wenigen Tagen gegrüßt, ich aber nicht reagiert hätte. Dann musste ich mich rechtfertigen, ich hätte seinen Freund nicht erkannt und auf die meisten Kommentare und "Begrüßungen" von mir unbekannten Männern würde ich allgemein nicht mehr reagieren, da die meisten in die Rubrik "Hello girlfriend, du bist die Liebe meines Lebens" fallen. So ganz kann Diego das aber vermutlich nicht nachvollziehen. Schließlich ist er keine Gringa.

Fast warte ich auf den nächsten unvorhersehbaren Vorfall, wenn ich abends zu Freunden nach Lince fahre.

 

16. Februar 2012

 

Nach einem gemütlichen Tag gestern, der mit Braulio, der mit der Hitze in meinem "Wohnzimmer" nicht zurecht kam, zwei Filmen (beide enthielten viele nicht übersetzte/untertitelte Sätze auf deutsch, so dass ich immer wieder übersetzen musste) und Popcorn ausklang, war ich heute dagegen sehr aktiv.

Nach meinem ersten Praktikumstag im Kinderheim folgte ich meiner Motivation, einen neuen Kurs im Fitnessstudio auszuprobieren ("Full Body"). Es hat sich gelohnt, denn jetzt fühle ich mich körperlich ausgepowert. Vor dem Rückweg wurde mir auf den Weg gegeben, ich sollte sehr vorsichtig sein, da sich in letzter Zeit Über- und Unfälle in der Umgebung häufen würden. Mir geschah nichts dergleichen, nur eine Mutter mit Kleinkind kam mir entgegen. Die Mutter sagte zu ihrer Tochter: "Dale un besito" (Gib ihr ein Küsschen) und schon drückte mir ein wildfremdes Kind einen Schmatzer halb auf den Mund. So etwas würde in Deutschland nicht so schnell passieren, oder? Manchmal fällt es mir etwas schwierig, mich daran zu erinnern, ob diese oder jene Situation in Deutschland möglich wäre... .

 

15. Februar 2012

 

Am Montag wurden, wie angekündigt, die Hamburger gegessen und gestern fand eine Massenhochzeit in einem Park mit Schwimmbad in Comas statt. Eva und ich beteiligten uns so unauffällig wie möglich, ohne vorher offiziell eingeladen worden zu sein, um das Phänomen einer peruanischen Massenhochzeit zu verstehen. Um 9 Uhr sollte es beginnen, um 11 Uhr traf endlich der Bürgermeister ein, der die Trauung vornehmen sollte. Insgesamt warteten wir also zwei Stunden in der prallen Sonne (es wundert mich, nur im Gesicht einen leichten Sonnenbrand bekommen zu haben) auf ein wenig spektakuläres Event. Der Bürgermeister hat kaum Charisma und die Hälfte der Paare erschien in normalem Badeoutfit plus Plastik-Hawaii-Blümchen-Kette, die andere Hälfte in Anzug/Brautkleid, einige sogar in Alltagskleidung. Auffällig war, dass geschätzt die Hälfte der Mädchen/(sehr) junger Frauen  schwanger zu sein schien - ein triftiger Heiratsgrund in diesem katholischen Land. Alle mussten zur Trauung eines der drei Schwimmbecken betreten.

Nachmittags traf ich mich mit Yazmin und abends, nachdem Jorge einmal mehr nicht erschien und sich von einem anderen Tanzlehrer, der "wie elektrisiert" in übelst schneller Geschwindigkeit tanzte, was nicht sonderlich motivierend war, vertreten ließ, trank ich mit Lucero, Estefany, Phia, Eva und einem mir bis dahin unbekannten Mann aus dem Fitnessstudio Saft. Er lud uns alle ein und ich ließ mir meinen Mandarinensaft schmecken.

Heute erschienen Eva und ich nach sechs freien Tagen endlich mal wieder in der Schule, um zu arbeiten, doch ein frühmorgendliches Gefühl meinerseits bestägtige sich: Es waren keine Kinder dort. Die Sommerschule hatte offiziell geendet, ohne dass wir davon wussten (da uns vorher explizit gesagt wurde, die Sommerschule würde bis zum 15. Februar gehen (bzw. einmal wurde sogar gesagt, sie würde um eine Woche darüber hinaus verlängert!), fühl(t)en wir uns einmal mehr verar***t). Also dann, es kann im Kinderheim ab morgen nur besser werden! Und ich sehne mich absolut nicht nach dem 1. März, wenn die reguläre Schulzeit wieder beginnen soll (ob das wirklich so ist???????)..... .

 

12. Februar 2012

 

Das Erdbeben ist noch nicht eingetreten und während der heutigen halbstündigen Bootstour entlang der Küste der Peninsula "La Punta", die zur Stadt Callao gehört, welche ihrerseits politisch unabhängig von Lima regiert, jedoch häufig als ein Teil von Lima assoziiert wird, blieben Lucero, Phia, Eva und ich auch von Tsunamis verschont.

Der Übergang von Lima nach Callao ist fließend und die historische Hafen- und gleichzeitig Flughafenstadt Callao hat viele Gesichter. Einerseits íst sie für ihr Unwesen treibende Gangs bekannt, andererseits gefiel mir La Punta heute sehr gut. Von einem Steinstrand aus gab es die Möglichkeit, den Blick über das Meer mit seinen Pelikanen und Möwen sowie kleinen Schiffen gleiten zu lassen, im Rücken alte, bunte, zum Teil verzierte Häuser mit hohen Räumen, bewohnt von einer sozialen Klasse, die ich als "obere Mittelschicht aufwärts" benennen möchte. Ein "Mirador", Aussichtspunkt, sorgte jedoch nicht für bessere Sicht, da der Stadtteil gegen Nachmittag in einen dichten Nebel gehüllt, nur Nahes sichtbar bleiben ließ. Immerhin erhaschten wir einen kurzen Blick auf einen angeblichen Prominenten, wie Lucero verlauten ließ. Der Mann mit eng anliegender Zebrahose, sehr kurzen Haaren und einer Brille saß mit einer Frau und einem weiteren Mann in einem Restaurant an der Promenade und sorgt laut Lucero dafür, dass "hässliche Frauen im Fernsehen ein Umstyling erhalten". Nun habe ich also mein unnützes Wissen mit euch geteilt. ;)

Während des Rückweges nach Comas, betrat ein Süßigkeiten verkaufender Mann unseren Bus. Auf den ersten Blick ist das nicht ungewöhnlich, es entwickelte sich jedoch eine recht kuriose Situation: Sofort als er uns "Gringas" auf der Rückbank gesichtet hatte, begann er, überschwängliche Lobes- und Liebeshymnen auf uns zu halten. Lange. So lange, dass wir kurz davor waren, ihm eine Flasche gegen den Kopf zu werfen, um ihn zum Stoppen zu bewegen. Als wir seine Ware nicht kaufen wollten, drehte er seine Wort um 180° und beschimpfte uns! Wir wären "malas" (schlecht/böse/...) wie "der Chinese aus Japan" (!???) und würden uns nicht integrieren, ... . Endlich verließ er den Bus und ließ belustigte und Kopf schüttelnde Peruaner und "Gringas" zurück. Dieser Vorfall toppte sogar noch den Kommentar "Hitler" von einem der Männer im Boot, als er nach unserem Herkunftsland fragte und wir "Deutschland" antworteten. Solche Assoziationen treten hier leider nicht allzu selten auf. Lucero erzählte auch, dass die Deutschen von Peruanern als kühl und gefühlslos gesehen werden.

Eine weitere Nachricht, die ihr wohl auch erhalten haben dürftet, ist der Tod Whitney Houstons. Dieser ist auch hier sofort bekannt geworden und war beim Tanzen kurz Gesprächsthema (wobei George leider von einem anderen "Profe" (Lehrer) vertreten wurde).

Nun zun den Erlebnissen der letzten zwei Tage:

Vorgestern fand die kleine Abschiedsfeier von Mercedes statt. Um zu Diana zu gelangen, muss ein bestimmter Bus oder muss ein Combi von der Straße "Universitaria" aus genommen werden. Phia, Eva und ich wollten zur Universitaria eine von mir zuvor häufig genutzte Abkürzung nehmen. Ein Peruaner merkte dies und riet uns eindrücklich, nicht diesen Weg einzuschlagen, da dort mehrfach Freunde von ihm ausgeraubt worden seien und es sich auch hier um eine kriminelle Bande von ca. zehn Männern handeln würde. Von nun an werde ich den Weg bei Dunkelheit meiden. Leider befindet er sich sehr nah an dem Weg mit unseren Unterkünften.

Was diese betrifft, so habe ich erst vor kurzem eine Nachbarin richtig kennen gelernt. Dabei stellte sich heraus, dass sie zehn Jahre an der US-Ostküste gelebt hatte und sogar für drei Tage im Urlaub in München war. Das ist für Peruaner eher eine Seltenheit. In Peru lebt sie wieder auf Grund des Klimas, nicht aber wegen der Leute, wie sie betonte. Heute sind wir uns erneut begegnet und sie hat sehr freundlich gegrüßt und sich nach meinem Befinden erkundigt. Warum lernt man viele nette Leute erst so spät kennen? Gut, ich hätte natürlich zu Beginn des Jahres von Haus zu Haus gehen und mich vorstellen können..aber wer macht das als neuer Freiwilliger in einem neuen Land in einer neuen Sprache,...? Ich vielleicht - zukünftig. ;)

Gestern fuhr ich mit Phia ins Zentrum zum Markt "Polvos Azules". Dort wollte ich Schuhe kaufen und kann euch sagen, dass ich vor einem Schuhkauf noch nie so überfordert war! Ich fand mich vor gefühlt endlosen Reihen mit hohen Regalen, gefüllt mit den bekannten drei Streifen, springenden Pumas und Haken wieder. Sportschuhe und Chucks gab es in Massen, viele Verkäufer, oft die gleichen Modelle verkaufend, teilweise schlechte Lichtverhältnisse, teilweise überfüllte Gänge- letztlich wurde ich aber tatsächlich fündig und habe mich für schwarz-weiße Sneaker von der Marke der springenden Raubkatze entschieden. Nervig war allerdings Zweierlei im Voraus: Wenn ich den jeweiligen Verkäufer nach einem bestimmten Schuh in einer anderen Farbe (Beispiel von braun zu schwarz) fragte, versuchte mir dieser in 100% der Fällen, einen pinken Schuh anzudrehen! Pink mit Glitzer, pink und schillernd, schwar-pink, pink-grün - alles was das peruanische Mädchenherz beglückt - jedoch nicht das meine. Ein weiteres Problem sah ich mal wieder darin, die mir gesagten Preise und Verhandlungsmöglichkeiten kaum abschätzen zu können. Hätte ein Peruaner weniger als die umgerechnet 50 € bezahlt? Ich werde es nie wissen.

Im Anschluss an den Schuhkauf, belohnten Phia und ich mich mit zwei (zugegeben...gefälschten) Deutschlandtrikots. Es gab die Wahl zwischen Özil ("er verkauft sich am besten", meinte eine Verkäuferin), Klose, Müller, Podolski und Schweinsteiger. Werder Trikots (natürlich mit Pizarros Rückennummer) sowie Werder Shorts fand ich auch. Bestellungen könnt ihr mir gerne zukommen lassen.

Was den Kauf einer Shorts betrifft, fragte ich einmal, ob es die Hosen auch in Größe "S" geben würde. Nein, gäbe es nicht, Größe "M" wäre das Minimum. Ob ich für meinen Mann oder mein Kind eine solche Sporthose kaufen wolle, wurde ich gefragt. "Für mich", antwortete ich und erntete nur ein sichtlich verwirrtes "Ahja..". Wie kann eine Gringa eine Fußballhose anziehen wollen? Ganz unverständlich!

Nach dem Shopping fuhren Phia und ich weiter in den Stadtteil Lince, um uns dort mit einer ehemaligen weltwärts-Freiwilligen, ihren peruanischen Freunden und einigen mir bis dato unbekannten Freiwilligen einer anderen Entsendeorganisation zu treffen. Mit einigen Personen dieses Kreises werden wir uns morgen wieder in Comas treffen, um ihnen die angeblich "besten Hamburger Limas" schmackhaft zu machen.

 

10. Februar 2012

 

Ein Erdbeben in Lima, Richterskala 8, steht angeblich vor der Tür. Dies berichten die "vertrauenswürdigsten" Zeitungen und Lucero. Ob das stimmt und wann es so weit wäre, weiß natürlich niemand ganz genau, aber jeder solle bereit sein (Lucero hat eine Notfalltasche mit Thunfisch und Wasser gepackt). Besonders hart könnte es die Strandregionen (Stadtteile Miraflores und Barranco) treffen, da auch Tsunamis nicht ausgeschlossen werden können. Erwähnte ich, dass für Sonntag ein Ausflug nach Punta an den Strand inklusive Bootstour geplant ist? ;)

In meinem Vertrag gibt es die Klausel, bei schweren Naturkatastrophen und Kriegen im Einsatzgebiet ausgeflogen zu werden. Vermutlich wird es aber nicht dazu kommen.

Mercedes jedenfalls ist glücklich, nach einem halben Jahr Peru übermorgen zurück nach Deutschland fliegen zu können. Ich bin traurig darüber, dass sich mein Freundeskreis hier somit um eine Person verkleinert und froh, dass wir gestern noch einen Inka-Mercado (Toursitenkrams und Souveniers - überall die gleiche Ware) besuchten, gemeinsam mit Eva und Phia kochten (Spaghetti mit Gurken-Zwiebel-Käse-Milch-Sauce), sie bei uns in Comas übernachtete und ich sie heute Abend noch einmal anlässlich ihrer Abschiedfeier bei Diana mit anschließendem Diskobesuch, vermutlich in Los Olivos, sehen kann.

Die genaue Planung für morgen steht noch nicht. Es hat sich jedoch heraus gestellt, dass ich auch Montag und Dienstag nicht arbeiten muss. Natürlich habe ich dies nicht aus erster Quelle von den Zuständigen in der Schule erfahren (warum auch? Es betrifft doch nur direkt meine Arbeitszeit dort..mehr muss nicht gesagt werden, oder?), allerdings hat Percy dies zufällig erwähnt. Dienstag ist Feiertag für Angestellte im öffentlichen Dienst (genauer Grund war bisher allen unklar, es wird vermutet, dass der Valentinstag der Übeltäter ist und den peruanischen Familienzusammenhalt weiter stärken soll) und Montag ist ein Brückentag. Somit muss ich mir auch noch überlegen, wie ich mich Montag beschäftigen kann. Dienstag findet in Comas eine "Unterwassermassenhochzeit" statt, für die auf Plakaten geworben wird und zu der ich unbedingt gehen möchte. Ich bin schon ganz gespannt, wie das sein wird. Ab Donnerstag werde ich das Praktikum im Kinderheim absolvieren.

- Und in ca. 160 Tagen werde ich mich auf den Weg zurück in den Norden machen.

 

08. Februar 2012

 

Gestern war ein sehr ereignisreicher Tag, eher im negativen Sinne, denn es ballten sich Unglücksfälle. Alles begann perfekt, am vorherigen Tag und in der Nacht hatte es geregnet (richtiger Regen! Beinahe hätte ich mich wie in Deutschland fühlen können), wodurch es weniger staubte als sonst und was die Temperaturen sinken ließ (ansonsten bewegen wir uns aktuell im Rahmen von ca. 30 C°). Zudem fand Kristin pünktlich zum Treffpunkt, Metro, und wir fuhren gemeinsam zur Schule. Nach dem Mittagessen im Menu-Restaurant wollten Kristin und ich noch über den Markt schlendern, doch leider erhielt sie von ihrer Projektpartnerin die Schreckensnachricht, ihren Flug nach Tarapoto verpasst zu haben. Im selbigen Moment wurde ihr Geldbeutel aus der Hosentasche gestohlen. Nach einiger Zeit des Überlegens, wie wir nun verfahren sollten, begleitete ich sie zum Flughafen, wo wir versuchten, ihren Flug kostenlos auf einen späteren umzubuchen. Dies scheiterte und leider musste Kristin einen neuen buchen. Durch den Feierabendverkehr kämpften wir uns abends zurück nach Comas, da ihr neuer Flug erst für heute, ihr Geburtstag, angesetzt war und sie somit bei mir übernachtete.

Inzwischen müsste sie im Flugzeug sitzen und hoffentlich bald in Tarapoto landen. Ich hätte mir gewünscht, sie könnte ihre Zeit in Comas positiver in Erinnerung behalten.

Immerhin weiß ich jetzt, welche Busse/Combis ich zum Flughafen nehmen muss und (wenn auch gezwungen) konnte ich mehr Zeit mit Kristin verbringen. Alles hat seine positiven Seiten.

Die Verabredung mit Braulio ist dagegen ins Wasser gefallen. 

 

06. Februar 2012

 

Keine Sorge, den Reisebericht habe ich nicht vergessen, mangels Zeit werde ich ihn jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.

Das Zwischenseminar, dass in wunderschönem Ambiente in Pachacamac stattfand (du fährst eine staubige Straße entlang, kein Lebewesen weit und breit, nur hohe Mauern säumen zu beiden Seiten den Weg, du trittst durch das Tor einer dieser Mauern und befindest dich in einer (künstlich bewässerten) Oase natureller Vielfalt und sogar Schmetterlinge können gesichtet und Vögeln gelauscht werden) und sich durch quantitativ und qualitativ hochwertiges Essen auszeichnete (morgens: Frühstück, zwei Stunden später "Refrigerio" (Erfrischung durch Obst, Tequenos oder Crepes, ..), zwei Stunden später 3-Gänge-Mittagessen, zwei Stunden später Refrigerio, zwei Stunden später 3-Gänge-Abendessen; alle sind pappsatt zum Abendessen gegangen und trotzdem wurde fast alles aufgegessen, weil es einfach so lecker und eher untypisch peruanisch war -> jetzt habe ich bestimmt einige Kilos zugelegt) war mal mehr, mal weniger inhaltlich spannend. Interessant fand ich insbesondere einen Vortrag zum Thema "Sendero Luminoso" (Der Leuchtende Pfad, eine Terrorgruppe, die vorwiegend 1980-2000 im Andenhochland Perus, letztlich auch in Städten wie Lima, operierte).

Inzwischen umgreift mich einmal mehr der Alltag der Sommerschule, heute werde ich mich endlich wieder im Fitnessstudio blicken lassen, morgen wird hoffentlich Kristin, eine Freiwillige aus Lamas, zu Besuch kommen, und Mittwoch werde ich mich mit Braulio für einen Besuch des limenischen "Centros" (Zentrum) treffen. Ansonsten halte ich weiterhin Augen und Ohren offen, in der Hoffnung weitere Beschäftigungsmöglichkeiten und Projekte zu finden. Einen Projektwechsel schließe ich nicht mehr aus, da ich gerne sinnvoller und häufiger eingesetzt sein möchte (übermorgen werden die Kinder schon wieder in ein Schwimmbad gehen und mein Unterricht wird ausfallen).

Lima von oben
Lima von oben